Hilfe bei Militärdienstproblemen

Jedes Jahr werden tausende junger Männer aus psychischen Gründen aus der Wehrpflicht entlassen. Sie leiden im Zusammenhang mit Militärdienstleistungen (zuvor, im Dienst oder anschliessend) an Angstgefühlen, schweren Schlafstörungen, Unwohlsein, Depressionen und anderen Beschwerden. Anderseits stören sie durch ihre Einschränkung den normalen Ablauf des Dienstbetriebes. Darum ist es nicht nur im Interesse des Leidenden, sondern auch im Sinne der Armee, wenn solche Männer erkannt und von ihrer Dienstpflicht befreit werden.

Zur Beurteilung der Diensttauglichkeit gibt es sogenannte "Waffenplatzpsychiater". Dies sind keine "Militärköpfe", sondern Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, die sich in den oben erwähnten Problemen besonders gut auskennen. Sie wissen auch am besten, welche Lösungsmöglichkeiten bei den verschiedenen Problemen überhaupt bestehen. Dies hat den Vorteil, dass nur Vorschläge (sogenannte Anträge) an den militärärztlichen Dienst gemacht werden, die von diesem auch befolgt werden können. Weil den Psychiatern generell gut "auf die Finger" geschaut wird, haben sogenannte Gelegenheitsgutachten keinerlei Chance.

Wenn bei Ihnen solche Probleme bestehen, scheuen Sie sich nicht, einen Waffenplatzpsychiater aufzusuchen. Aufgrund seiner Berufsethik wird er Ihnen begegnen wie allen seinen Patienten: Er wird Sie ohne Vorurteil anhören, Sie zu verstehen versuchen und eine Lösung anstreben, die für Sie und für das Militär akzeptabel ist. Er wird Ihnen jedoch kein Gutachten „verkaufen“, das ausser Kosten für Sie nichts bewirkt, sondern in einem solchen Fall ehrlich dazu stehen, dass es nicht für jede Situation eine wünschbare Lösung gibt.